Gedenken an die in KZs ermordeten aus Bochum und Wattenscheid

Gedenken an die in KZs ermordeten aus Bochum und Wattenscheid

Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz, 27.1.2026, 15:00 bis 16:00, Bochum Husemannplatz

Wir gedenken den mindestens 741 in den KZs und Polizeistationen ermordeten Bürgerinnen und Bürgern aus unserer Stadt. Sie waren Nachbarn und Nachbarinnen, Arbeitskollegen und Arbeitskolleginnen oder Schüler und Schülerinnen. Sie wurden von den Nationalsozialisten entrechtet, verhaftet, misshandelt und ermordet. Ihr einziges „Verbrechen“ war, dass sie Juden waren, oder Sinti und Roma, oder dass sie politisch anders dachten oder auf andere Art nicht in das Weltbild der Nazis passten.

Wir lesen die Namen von 561 der mindestens 741 Todesopfer vor. Wir tun das aus den folgenden beiden Gründen: Erstens holen wir durchs Vorlesen der Namen diese Opfer für einen Moment zurück in unsere Mitte. Zweitens wollen wir das Schweigen brechen. Denn damals haben zu viele geschwiegen. Die Deportationen geschahen nicht heimlich in der Nacht. Die Sammelstellen waren mitten in der Stadt, die Züge fuhren vor aller Augen ab. Niemand konnte die leeren Wohnungen und das Verschwinden der Nachbarn übersehen. Wir wissen also, auch wenn das viele nach dem Kriegsende bestritten:

Alle in Bochum und Wattenscheid haben es gewusst.

Betti Hartmann
als 15jährige in Auschwitz ermordet

Hannes Bienert
ein Leben für das "Nie wieder"

Antifaschistischer Stadtplan
Spuren der Nazis in Wattenscheid

Der Prozess
Verurteilt für das Gedenken

Stelen am Nivellesplatz